
Selbstschutz für DRK-Ehrenamtliche ist ein Thema von wachsender Bedeutung, da Helfer im Einsatz immer häufiger mit unvorhersehbaren Situationen konfrontiert werden. Um die Sicherheit der freiwilligen Helfer zu stärken, fand am 25. April ein besonderer „Helfertag“ des DRK-Kreisverbands Schwäbisch Gmünd statt. Als Experten für Gewaltprävention und Verteidigung waren Erika Müller, Eva Röhricht und Gerold Bauer vom BSC Wetzgau e.V. als Dozenten vor Ort, um lebenswichtige Techniken zu vermitteln.
Organisation und Rahmenbedingungen des Helfertages
Die Veranstaltung wurde maßgeblich von Edoardo Bauer initiiert und gestaltet. In seiner Funktion als zentrale Schnittstelle zwischen dem Haupt- und Ehrenamt organisierte er diesen Tag speziell für die Ehrenamtlichen im DRK. Als gastgebender Ausrichter fungierte der Ortsverein Heubach, der die logistische Basis für die Schulung bot.
Der praktische Teil des Trainings fand in einer passenden Umgebung statt: Im ehemaligen Judoraum im Untergeschoss der Stadthalle Heubach fanden die Teilnehmer ideale Bedingungen vor, um sich intensiv mit dem Thema körperliche Unversehrtheit auseinanderzusetzen.
Praxisnaher Selbstschutz für DRK-Ehrenamtliche im Einsatz
Im Kern der Schulung stand die Vermittlung von Kompetenzen, die im Ernstfall Verletzungen verhindern sollen. Die Dozenten des BSC Wetzgau e.V. stellten verschiedene Gefahrensituationen vor, die während eines DRK-Einsatzes realistisch eintreten können.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausweichen bei körperlichen Angriffen. Hierbei wurde insbesondere auf die Abwehr und das Entziehen bei Angriffen mit Stichwaffen eingegangen. Ziel war es nicht, die Helfer zu Kämpfern auszubilden, sondern ihnen das nötige Rüstzeug zu geben, um sich aus einer Gefahrenzone sicher zurückziehen zu können.
Alltagsgegenstände als effektive Schutzschilde
Ein besonderes Highlight des Kurses war die Einbeziehung von Ausrüstungsgegenständen, die den Helfern im Alltag ohnehin zur Verfügung stehen. Die Teilnehmer lernten durch viele praktische Übungen, wie sie folgende Objekte als effektive Schutzschilde nutzen können:
- DRK-Rucksäcke: Diese bieten durch ihre Polsterung und Größe einen ersten Schutz gegen Schläge oder Stiche.
- Taschen: Schnell positioniert, können sie Distanz zwischen Helfer und Angreifer schaffen.
- Stühle: In Innenräumen ein ideales Mittel, um Angreifer auf Abstand zu halten.
Diese praxisorientierte Herangehensweise sorgte dafür, dass die Ehrenamtlichen lernten, ihre Umgebung jederzeit unter dem Aspekt des Selbstschutzes wahrzunehmen.
Training mit Ernsthaftigkeit und Humor
Obwohl der Hintergrund des Trainings – die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte – ein sehr ernstes Thema ist, gelang es Erika Müller, Eva Röhricht und Gerold Bauer, die Inhalte auf eine unterhaltsame Weise zu vermitteln.
Die Stimmung während der praktischen Einheiten war hervorragend. Es wurde viel gelacht, was den Lerneffekt bei den körperlich fordernden Übungen sichtlich steigerte. Diese positive Atmosphäre half dabei, Berührungsängste abzubauen und das Selbstbewusstsein der Teilnehmer für künftige Herausforderungen im Dienst zu stärken.
Das Archiv des BSC Wetzgau e.V.: Kompetenz in der Prävention
Dieser Einsatz beim DRK-Helfertag unterstreicht die gesellschaftliche Rolle des BSC Wetzgau e.V. über den regulären Sportbetrieb hinaus. Als Kampfsportverein verfügt der Club über langjährige Erfahrung in der Deeskalation und Selbstverteidigung, die hier gezielt für den Schutz von Einsatzkräften eingesetzt wurde.
Die Dokumentation dieses Helfertages im Vereinsarchiv dient dazu, die Kooperation zwischen den verschiedenen Hilfs- und Sportorganisationen in Schwäbisch Gmünd zu würdigen und die Kompetenz unserer Dozenten hervorzuheben.


